Protokolle

 

Mailserver Linux

Für das Versenden von E-Mails über den Mailserver ist das SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) notwendig. Traditionell wird für das SMTP der Port 25 verwendet. Das SMTP ist nur für den Versand der E-Mails zuständig. Der Empfang von elektronischen Nachrichten wird über andere Protokolle realisiert.

 

Um die E-Mails mittels eines Clients abholen zu können wird das POP (Post Office Protokoll) verwendet. Das POP3 ist ein Ascii-Protokoll, was bedeutet, dass die Übertragung durch Kommandos gesteuert wird. Standardmäßig wird für diese Protokoll der Port 110 benutzt. Es ist keine eigenständige Verbindung zum Server notwendig, da diese vom Client nur bei Bedarf hergestellt wird. Dieses Protokoll ist älter und in seinem Funktionsumfang beschränkt. Es ermöglicht nur das Auflisten, Abholen und Löschen von E-Mails am E-Mail-Server.

 

Eine Weiterentwicklung des POP ist das IMAP (Internet Message Access Protokoll). Mit diesem Protokoll können E-Mails am Server verwaltet werden. Dieses Protokoll hat das Ziel, E-Mails am Server so für den Nutzer zur Verfügung zu stellen, als wären sie lokal auf dem Computer gespeichert. Die Mails verbleiben jedoch auf dem Server und werden direkt dort bearbeitet. Für das IMAP ist der Port 143 vorgesehen. Es gibt zudem ein verschlüsseltes IMAP, welches den Port 993 verwendet.

 

Für POP3 gibt es ein zusätzliches Protokoll, da beim POP3 die Zugangsdaten normalerweise unverschlüsselt (über USER/PASS-Befehle) übermittelt werden. Dies stellt ein enormes Sicherheitsrisiko dar. Das APOP übernimmt die Verschlüsselung dieser Verifizierungsdaten. Dafür wird der MD5-Algorithmus verwendet, welcher einen HASH-Wert erzeugt, in welchem die Eingabe verschlüsselt wird.

 

Der Message Submission Agent dient zur Filterung der E-Mails, welche über den MUA entgegengenommen werden. Würden alle Mailprogramme E-Mails nur über den Message-Submission-Port 587 einliefern dürfen, würde das den weltweiten Spam vermutlich deutlich dämpfen.